Gebackoft

Freitag, 11. April 2008

Hääääppiiii Bööörsssdeeeiiii!

Oder so etwas habe ich krächzend vor mich hin gebrabbelt (da werden jetzt hoffentlich Kommentare kommen wie: "Ach was, du hast eine sehr schöne Singstimme!"), als ich die Platte mit genau 23 Brownies meiner Mitbewohnerin vor die Nase setzte. "Very delicious" war ihr Kommentar und die Stückchen waren dann auch recht schnell alle verdrückt ;) Ist aber auch lecker, sowas:



Brownies

150g schwarze Schokolade
150g weiche Butter
150g Zucker
5 Eier
150g Mehl
1 EL Kakaopulver
150g Pecan- oder Walnüsse, gehackt

Schokolade in Stücke brechen und in einer Schüssel über dem heissen Wasserbad vorsichtig schmelzen, danach den Zucker und die Butter dazu und alles schaumig rühren. Die 5 Eier nach einander darunter mixen. Am Schluss noch Mehl, Kakaopulver und Nüsse mit dem Teibschaber darunterheben. In eine gebuttertes Backblech* giessen und im auf 160°C vorgeheizten Ofen für 35-40 Minuten backen.

*Das Rezept sagt, ein Backblech von 32x35 cm, aber sowas hab ich nicht, also musste ich eine rechteckige Auflaufform nehmen.

Sonntag, 24. Februar 2008

You got shortbreaded!

Das Shortbread liess mir keine Ruhe und ich wollte unbedingt noch eine Abwandlung versuchen, denn getrocknete Aprikosen und weisse Schokolade war noch nicht das wahre... die Schokolade war irgendwie verbrannt und die Aprikosenstückchen waren zu zäh... hier musste also nochmals ein Versuch gestartet werden!

(Leckere Kekse in der Frühlingssonne)

Ich habe mir getrocknete Cranberries und Pecannüsse besorgt und in einem 2. Versuch wollte ich alles richtig machen. Die Cranberries (ca. 50-60 Gramm) habe ich mit heissem Wasser etwas aufgeweicht und die Pecannüsse (ca. 90 Gramm) geröstet. Danach beides klein gehackt und zum Shortbreadgrundrezept gemischt. Die ganze Masse habe ich dann zu 9 Cookies geformt und wie gehabt (150°C, 35 Minuten) gebacken. Resultat: super lecker!

Diese Abwandlung war endlich mal so gut, dass ich sie als Alternative zum Grundrezept wärmstens empfehlen kann. Oder man versucht nochmals was neues ;)

Mittwoch, 20. Februar 2008

Von unerwarteten Geschenken und leckerem Shortbread

Als Madame Pinotage neulich erfuhr, dass meine momentane Küchenwaage nicht genauer als auf 20 Gramm erechnet, hat sie entschieden, dass das so nicht sein kann. Und dass ich noch zu dünn bin.

Denn diesen Montag beschenkte sie mich nicht nur mit einer unglaublich schönen und edlen Edelstahlküchenwaage von Kuhn Rikon (auf ein Gramm genau!), die sogar bei meinen kochmuffligen Mitbewohnern zu Begeisterungsstürmen führte (aber benutzen darf nur ich sie), sondern auch ein Rezept für ein klassisch britisches (was sonst!) Teegebäck: Shortbread! Merci beaucoup! Und einfach so! Hach!

Mit diesem Shortbread verbinde ich auch noch eine besonders schöne Erinnerung, denn ich habe es zum ersten Mal gegessen, als das letzte Harry Potter-Buch herauskam, dass dann auch gleich in beschaulich-vertrauter Runde gelesen wurde. Damals war ich ja schon zu tiefst beeindruckt von Madame Pinotages Backtalent.

Der Name lässt ja schon übertrieben viele Kalorien erahnen ("shortening" heisst "Backfett" oder eben "Butter") und das Rezept bestätigt. Aber Butter ist ja lecker. Und die Kalorien ignorieren wir einfach ;)

Shortbread


150g Mehl
100g Butter
50g Zucker
1 grosse Prise Salz

Backofen auf 150°C vorheizen. Mehl in eine Schüssel, Butter in kleinen Stückchen dazu und jetzt muss das mit den Fingern so lange geknetet und gerubbelt werden, bis es eine krümelige Menge gibt. Salz und Zucker dazu und alles zu einem Klotz zusammenkneten. Klassisch wird dieser Klotz dann zu einer runden Scheibe auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gedrückt (ca. 18 cm Durchmesser), schon mal in 8 identische Kreissegmente vorschneiden (aber noch nicht ganz durchschneiden) und mit einer Gabel einstechen. Bei mir war das besonders schön, was ich behaupten kann, weil es ja keine Fotos gibt ;P
Für 30-35 Minuten in den Ofen, danach auskühlen lassen (da ist nichts mit noch warm schon mal was knabbern, dann sind sie nämlich noch nicht richtig knusprig).

Passt sehr gut zu Schwarztee mit Milch und Shakespeare rehearsals ;)

Ich habe das Rezept übrigens gleich zweimal gemacht und zu dem einen Klotz noch getrocknete, gehackte Aprikosen und klein gehackte weisse Schokolade, aber an der Version muss ich noch arbeiten...

Samstag, 9. Februar 2008

Brot und stur: Sturbrot

In zahlreichen Blogs lese ich nur allzu oft mal wieder ein neues Brotrezept. Die Brote werden mit verschiedenen Mehlsorten und verschiedenen Techniken hergestellt. So mach ich das aber nicht. Und irgendwie will ich auch nicht. Ich mache das 0815-Brot von Jamie Oliver: Mehl, Hefe, Salz, Wasser, Zucker. Und wenn ich mal was anderes will, dann ändere ich was kleines am Grundrezept, aber es bleibt fast immer gleich. Irgendwie kann ich nicht wirklich mit diesen anderen Rezepten liebäugeln und ich bin da echt stur.

Das Brot, das gerade noch im Backofen ist, habe ich mit etwa einem EL Garam Masala (von meinem eigenen Indienimport) verfeinert und die Hälfte Wasser durch Milch ersetzt. Mal schauen, ob/wie das schmeckt.

Update: Das Brot war das beste, das ich jemals gemacht habe! (mir ist Brot auch schon sehr schief gegangen, irgendwie scheint mir die Hälfte der Bröter, die ich backe, nicht so schön aufzugehen. Was ich dabei allerdings falsch mache, entzieht sich meiner Kenntnis...) Es hatte eine schöne Kruste und das Garam Masala ist dezent, aber doch deutlich zu schmecken. Das Brot passt super (wie getestet) zu Butter und Marmelade, aber zu Käse oder Eintopf würde es bestimmt auch gut passen, ein Allrounder, der einfacher nicht sein könnte.

Also, tata:

Sturbrot

1 kg Mehl
2 gestrichene EL Salz (ich kriege das irgendwie nie perfekt hin, es scheint immer leicht zu wenig Salz drin zu haben)
1 Würfel Frisch- oder 2 (3? Lieber zu viel als zu wenig, weil Hefe auch einen leckeren Goût hat) Tüten Trockenhefe
2 EL Zucker
ca. 6 dl Wasser, lauwarm

Hefe in eine Schüssel, Salz dazu und verrühren. Eine Mulde in die Mitte machen. Etwas vom Wasser in ein Glas und mit Zucker und Hefe verrühren. Ab damit in die Mulde und mit ein bisschen Mehl vermischen, bis so schleimig/breiig. Dann das restliche Wasser dazu (Vorsichtig! Da ist schnell mal zu viel drin, also nicht alles auf einmal!) und den Teig verkneten, bis er nicht mehr klebt. Am besten geht das von Hand auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen, weil da muss man einfach mit den Händen arbeiten, soll ja auch mit Liebe gebacken sein, dies Brot und da ich mir nie sicher bin, ob mein Backofen eine gutherzige Persönlichkeit hat (Backöfen sind ja sehr selten mal gesprächig und auch allzu oft hitzköpfig, meiner jedenfalls...), muss ich das mit der Liebe übernehmen. Also noch ein paar Luftküsse einarbeiten, sicher ist sicher. Danach den Teig zurück in die Schüssel und an eine warme Stelle. Da die Bodenheizung etwas uneffizient ausfällt in diesem Gebäude, wo ich wohne, helf ich mir folgendermassen: Brünneli (Pardon, zu hochdeutsch heisst das ja Waschbecken) mit heissem Wasser zur Hälfte füllen, Schüssel rein und Klarsichtfolie oder ein in heissem Wasser getränktes Tuch drauf.
Für etwa 40 Minuten bis eine Stunde stehen lassen.
Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche, nochmals durchkneten, zu zwei Leiben oder vielen Brötchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Einschneiden, wenn man will und nochmals 20 Minuten ruhen lassen. Dabei irgendwie abdecken (das ist immer so doof, weil irgendwie ist die Brotoberfläche bei mir immer recht klebrig. Aber wenn man ein wenig Mehl auf den Teig streut und ein Stück Klarsichtfolie auch noch bemehlt, dann klappt das ganz gut.
Den Ofen auf etwa 250°C vorheizen, dabei eine Wähen- oder Auflaufform auf den Backofenboden stellen. Etwa ein Liter Wasser aufkochen. Wenn das Brot aufgegangen ist, das heisse Wasser in die Auflaufform schütten und gleich die Türe wieder zu! Dann das Teigblech schnappen und so schnell wie möglich hinein in den Ofen und die Türe gleich wieder zu. (Aber genug langsam, dass man nicht den Brotteig dabei irgendwie runterschmeisst. Dann lieber doch ein wenig mehr Zeit lassen.)
Nach ca. 7 Minuten den Ofen auf 180°C runterdrehen und das Brot insgesamt ca. 45 Minuten bis eine Stunde backen. Brötchen haben nur ca. 25-30 Minuten.
Zum gucken, ob das Brot durch ist, gegen Ende der Backzeit mal rausnehmen, umdrehen (ist heiss, darum entpfehle ich Topfhandschuhe oder ein Tuch!) und draufklopfen; klingt es hohl, dann ist das Brot fertig!
Auf einem Gitter auskühlen lassen und dann geniessen.

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